Rettungswesten

Wildhagen Marine-Service GmbH bietet Rettungswesten für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen an.

Zunächst lässt sich zwischen den beiden folgenden Einsatzmöglichkeiten unterscheiden:

  1. Handelsschifffahrt (muss SOLAS bzw. MED zugelassen sein)
  2. Sportschifffahrt und Arbeitsweste (hergestellt nach EN 395, EN 396, EN 399)

 

Handelsschifffahrt

Im SOLAS Bereich für die Handelsschifffahrt lassen sich Rettungswesten nach den folgenden wesentlichen Leistungs- bzw. Ausstattungsmerkmalen unterscheiden:

  • nach Größen (für Erwachsene oder Kinder)
  • Feststoffweste oder automatisch aufblasbare Weste
  • nach Auftrieb 150 Newton, 180 Newton oder 275 Newton

Alle aufblasbaren Rettungswesten aus diesem Bereich sind ausgestattet mit einem Doppelkammersystem (aufblasbar), einem Notlicht, einer Pfeife, Reflexstreifen, einem integrierten Gurt mit D-Ring bzw. einer Sicherheitsschlaufe zur Bergung.

Eine Feststoffweste hat den Vorzug der Wartungsfreundlichkeit, allerdings ist der Tragekomfort erheblich eingeschränkt. Befindet sich an Bord, beispielsweise eines Fischereibootes, zusätzlich für jedes Besatzungsmitglied noch eine aufblasbare Arbeitsweste, ist die Feststoffweste mit SOLAS Zulassung die ideale Ergänzung.

Ein Auftrieb von 150 Newton bzw. 180 Newton entspricht dem Standard. Eine Rettungsweste mit 275 Newton Auftrieb benötigen Sie nur dann, wenn schwere Schutzbekleidung (z. B. Überlebensanzug) und / oder zusätzliche Ausrüstungsgegenstände (z. B. Werkzeuggürtel) getragen werden.

Es muss für jede Person an Bord eine zugelassene Rettungsweste mitgeführt werden.

 

Sportschifffahrt

Im Bereich Sportschifffahrt und im Arbeitsbereich werden heute die meisten Rettungswesten nach den Europäischen Normen EN 395 (100 Newton), EN 396 (150 Newton) oder EN 399 (275 Newton) hergestellt. Für Arbeitswesten auf gewerblichen Fischereibooten ist EN 396 in Deutschland durch die SeeBG als Mindeststandard zwingend vorgeschrieben.

Man kann die Rettungswesten nach den folgenden, wesentlichen Leistungs- bzw. Ausstattungsmerkmalen unterscheiden:

  • nach Größen (für Erwachsene oder Kinder)
  • Feststoffweste oder automatisch aufblasbare Weste
  • nach Auftrieb 100 Newton, 150 Newton, 275 Newton
  • Arbeitswesten aus hitzebeständigem, aluminiumbeschichteten Spezialmaterial für den Feuerschutzbereich

Auch diese Rettungswesten sind meistens mit einem integrierten Bergungsgurt mit D-RIng oder einer Sicherheitsschlaufe ausgestattet sowie einer Trillerpfeife. Ein Notlicht gehört nur bei den teueren Modellen zur Standardausstattung.

Um die richtige Rettungsweste auszuwählen, lassen Sie sich bitte von uns beraten.

 

Wartung

Gemäß SOLAS Bestimmungen müssen automatisch aufblasbare SOLAS Rettungswesten jährlich einmal von einer vom Hersteller lizensierten Wartungsstation gewartet werden. Für alle anderen Rettungswesten ist diese Vorschrift nicht anwendbar. Fast alle Hersteller empfehlen aber auch für die NON-SOLAS Rettungswesten des Sportschifffahrtsbereiches jährliche Wartungsintervalle mit Ausnahme der Feststoffwesten.

Die Wartung einer automatisch aufblasbaren Rettungsweste umfasst die folgenden Tätigkeiten, die in der Wartungspauschale enthalten sind:

  • Öffnen und abnehmen der CO2-Patrone
  • Aufblasen der Rettungsweste für mind. 14 Stunden zur Prüfung der Dichtigkeit
  • Abwiegen der CO2-Patrone zur Kontrolle der Füllung
  • Prüfung der CO2-Patrone
  • Prüfung der Seewasser-Tablette im Auslöseautomaten
  • Funktionskontrolle des Gurtsystems
  • Zusammenbau und Neuverpackung

Je nach Anfall werden zusätzlich berechnet:

  • CO2-Patronen
  • Reparaturen am Gurtsystem
  • Austausch der Seewasserleuchte bzw. deren Batterien
  • Seewasser-Tablette
  • Kleinmaterial

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